Zu Allerheiligen gedenken wir aller Heiligen. Das sind Leute, die meistens schon sehr lange tot sind, an die wir aber trotzdem noch denken möchten. Zum Beispiel, weil sie mit der Hilfe Gottes besonders tolle Sachen gemacht haben. Mutter Teresa ist eine von ihnen: Sie wurde auch "Engel der Armen" genannt, weil sie vielen Armen und Kranken in der Welt geholfen hat. Und es gibt Menschen, die für ihren Glauben an Gott gestorben sind, weil andere Leute sie dafür umbrachten. All diese Menschen sind für die Christen heilig.

Zu Allerheiligen denken wir aber auch an Menschen, die ihr Leben im Glauben an Jesus und Gott gelebt haben – von denen niemand weiß, dass sie heilig sind, außer Gott.

Allerseelen ist ein eigener Tag für die Verstorbenen. Der Name kommt daher, weil wir an diesem Tag "aller Seelen gedenken". Christen glauben, dass ein Mensch nicht nur einen Körper hat, sondern auch eine Seele. Die Seele ist das, was jeden Menschen besonders macht; was er fühlt und was er denkt. Wenn ein Mensch stirbt, bleibt der tote Körper zwar auf der Erde und wird begraben; die Seele des Menschen aber geht in den Himmel zu Gott. Auf das Grab kommt ein Grabstein, auf dem meistens steht, wer dort begraben liegt und von wann bis wann er oder sie gelebt hat. Die Menschen pflanzen Blumen auf den Gräbern, legen Blumengestecke hin und stellen eine Kerze, ein sogenanntes "Grablicht"auf.

FRIEDHOFSBESUCH

Mittlerweile gehören Allerheiligen und Allerseelen für viele Leute zusammen und viele bringen die Blumen und Kerzen für die Verstorbenen schon vor Allerheiligen auf den Friedhof. Das hat auch damit zu tun, dass man an Allerheiligen frei hat – zu Allerseelen nicht. Dadurch haben viele Menschen an Allerheiligen mehr Zeit als an Allerseelen. So können sie sich an Allerheiligen mehr Zeit für ihre Liebsten auf dem Friedhof nehmen und in Ruhe für sie beten.

In unserer Kirche gibt es am Allerheiligentag am Nachmittag eine Andacht und anschließend gehen alle zum Friedhof, wo die Gräber gesegnet werden.